Zitate zum Thema Jagd:

Befürwörter:

Bruno Hespeler (Fachjournalist u.a. für Zeitschrift „JÄGER“, Berufsjäger)

Nein, wir jagen, weil es uns Freude macht, und was wir Hege nennen, ist blanker Eigennutz, gelegentlich Fressneid. Wir wollen den Habicht nicht fangen, weil uns die armen Fasanen leid tun, weil wir ihnen das ewige Leben wünschen. Wir wollen Habicht, Wiesel, Fuchs und Co. nur ans Leder, weil wir deren Beuteanteile selbst schlagen und kröpfen wollen.

 

Christian Wulff (CDU, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen und Bundespräsident a. D.)

Die Behauptung, z.B. Fallenjagd, Treibjagd oder Baujagd sei eine besonders grausame Jagdart, ist unrichtig. Die fachgerecht ausgeübten Jagden berücksichtigen Tierschutzerfordernisse in durchaus angemessenem Maße… Die intensive Ausbildung der Jäger in sämtlichen Jagdarten gewährleistet im Übrigen die Einhaltung von Artenschutz-, Tierschutz- und Sicherheitsbelangen.

 

Franz-Josef Strauß (ehem. bayrischer Ministerpräsident – auf einer Jagd durch Herzinfarkt gestorben)

Heute sind die Jäger bei uns und in vielen anderen Ländern dieser Erde die Anwälte eines funktionsfähigen Naturhaushaltes, die die Schätze der Natur in angemessenem Umfang nutzen und auf den Bestandschutz achten. Auch der dümmste Bauer kann noch was dazulernen – und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich bin mit Erich Honecker zur Jagd verabredet.

 

Graf Schönburg

Jäger empfinden Freude, nicht obwohl, sondern da ein Individuum stirbt, eine Kreatur ein Ende findet

 

Peter Harry Carstensen (Ministerpräsident Schleswig-Holstein, CDU)

Dieses Argument, man jage nur, um zu hegen, das ist unehrlich. Ich will auch Beute machen.

 

Ralf Schumacher (Rennfahrer)

Es ist ja kein wildes Geballere. Die Jagd hat Hand und Fuß. Es gibt Gesetze. Der Staat schreibt vor, auf was wie oft geschossen werden darf. Jäger sind Heger. Die Natur kann sich ja schlecht selbst regulieren. Dafür ist der Mensch da.

 

Gegner:

Alexander von Humboldt (deutscher Naturforscher)

Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner. Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes.

 

Arthur Schopenhauer

Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein.

 

Brigitte Bardot (Schauspielerin)

Jäger sind Menschen, denen niemand ausreden kann, dass es für einen Rehbock kein größeres Vergnügen gibt, als von einer Kugel getroffen zu werden.

 

Bruno Bassano (Nationalpark Gran Paradiso, Italien)

Das Ziel der Jäger ist, die Zahl ihrer Opfer konstant hoch zu halten. Die Umwelt würde sich selbst optimal erhalten mit einem inneren Regelungsmechanismus, ohne dass der Mensch schießt. Ich sehe für die Jagd wirklich keine andere Funktion, als dass es ein Vergnügen ist. Die Jagd dient nur den Jägern

 

Emmanuel Kant

Unter allen Lebensweisen ist das Jagdleben ohne Zweifel der gesitteten Verfassung am meisten zuwider; das noachische Blutverbot scheint uranfänglich nichts anderes als das Verbot des Jägerlebens gewesen zu sein.

 

Frederick (König von Dänemark)

Staatsjagden: organisierter Massenmord an Tieren zur höheren Ehre des Protokolls.

 

Friedrich der Große (König von Preußen)

Der Jäger steht noch unter dem Metzger

 

Friedrich Schiller (deutscher Schriftsteller)

Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken, verderblich ist des Tigers Zahn, jedoch der schrecklichste der Schrecken ist der Mensch in seinem Wahn.

 

Gustav Heinemann (ehem. Bundespräsident, SPD)

Ich finde es richtig, dass man zu Beginn einer Jagd die Hasen und Fasane durch Hörnersignale warnt.

 

Hans-Dietrich Genscher (ehem. Bundesaußenminister, FDP)

Auf Tiere könnte ich nie schießen, die müssten schon Selbstmord machen.

 

Helmut Schmidt (ehem. Bundeskanzler)

Ich schieße weder auf Tiere noch auf Menschen. […] ich habe zuviel Krieg hinter mir.

 

Johann Wolfgang von Goethe (deutscher Dichter)

Wer Tiere quält, ist unbeseelt, und Gottes guter Geist ihm fehlt. Mag noch so vornehm drein er schau`n, man sollte niemals ihm vertrauen.

Jagd ist doch immer eine Form von Krieg.

 

Leo Tolstoi (russischer Dichter)

Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei

 

Leonardo da Vinci (Maler und Universalgenie)

Und die Zeit wird kommen, da die Menschen wie ich die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden wie jetzt die Menschenmörder.

 

Mahatma Gandhi (Vater der indischen Unabhängigkeit)

Die Größe und den Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt

 

Oscar Wilde (engl. Schriftsteller)

Jagd – das ist, wenn die Unsäglichen dem Ungenießbaren hinterhersetzen.

 

PINK (Sängerin)

In einem Brief an Prinz William:
„Ich war empört, als ich erfuhr, dass Sie jagen und aus Spaß an der Freude Tiere töten. Und dass Sie in Afrika absichtlich einen Speer in ein winziges Reh gestoßen haben.“ Weiter fragt sie den Prinzen, ob die Aktion eine „Art Beweis der Männlichkeit“ sei. „Aber hey, wir alle machen Fehler, und wir können uns alle ändern. Hoffentlich finden Sie andere interessante Dinge, anstatt Tiere zu töten, um Ihre Freizeit zu verbringen. Rufen Sie mich an, wenn Sie Vorschläge brauchen.“

 

Prof. Dr. Josef Reichholf (Zoologische Staatssammlung München)

Die richtige Wilddichte könnte sich ganz von selbst einstellen, wenn das Reh nicht durch übermäßige Scheuheit, durch starke Bejagung und Wildfütterung in den Wald hineingedrängt würde.

 

Pythagoras (griechischer Philosoph)

Was immer ein Mensch den Tieren antut, wird ihm mit gleicher Münze zurückgezahlt

 

Theodor Heuss (1. Präsident der Bundesrepublik Deutschland)

Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.

Je früher unsere Jugend von sich aus jede Rohheit gegen Tiere als verwerflich anzusehen lernt, je mehr sie darauf achtet, dass aus Spiel und Umgang mit Tieren nicht Quälerei wird, desto klarer wird auch später ihr Unterscheidungsvermögen werden, was in der Welt der Großen Recht und Unrecht ist.