Das Leisniger Volkslied

Mittem im deutschen Land,
im Sachsengaue,
Wo golden steht das Feld,
Blühend die Aue,
Dort, Wand’rer stehe still,
Weil ich dir zeigen will
Leisnig, mein Leisnig,
Stadt auf dem Berge.

Wo sich am Bergeshang
Tannen und Eichen
Über bemoosten Grund
Die Hände reichen,
Wo sich der Mulde Band
Schlinget durch Hügelland,
Grüßt dich mein Leisnig,
Stadt auf dem Berge.

Auf schroffen Felsengrat,
Dort, wo die graue,
Uralte Ritterburg
Raget ins Blaue,
Wo sich am Himmel klar
Zeichnet der Giebel Schar,
Das ist mein Leisnig,
Stadt auf dem Berge.

Prangest du im Blütenkleid
Zum Frühlingsfeste,
Schmückt dich die rote Frucht,
Biegend die Äste.
Deckt weicher Schnee dich zu,
Immerdar schön bist du,
Leisnig, mein Leisnig,
Stadt auf dem Berge.

Machtvoll vom Turme hoch
Hallen die Glocken,
Wollen ins Gotteshaus,
Wand’rer dich locken.
In die Gebete dein
Schließ auch die Bitte ein
B’hüt Gott mein Leisnig,
Stadt auf dem Berge.

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