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Die Pionierorganisation der DDR

Allgemeines

Die Pionierorganisation der DDR wurde am 13. Dezember 1948 gegründet und trug seit dem ersten Pioniertreffen 1952 in Dresden den Namen "Ernst Thälmann". Im August 1990 wurde sie aufgelöst. Sie umfaßte die Altersgruppe der sechs- bis dreizehnjährigen (1. bis 7. Schulklasse) und galt als die "sozialistische Massenorganisation der Kinder der DDR". Zum Ende der DDR hin waren 98% der Schüler Pioniere.

Jungpioniere

Alle Kinder der ersten bis dritten Klasse konnten Jungpioniere werden. Die Aufnahme in die Pionierorganisation erfolgte jedes Jahr am 13. Dezember, dem sogenannten "Pioniergeburtstag". Dabei gaben sie das Versprechen ab "Ich verspreche, ein guter Pionier zu sein. Ich will nach den Geboten der Jungpioniere handeln.". Diese Gebote lauteten:

Die Jungpioniergruppen (Schulklassen) wählten jeweils einen Jungpionierrat.

Thälmannpioniere

Ab der vierten Klasse konnten alle Kinder, die mindestens 1 Jahr Jungpionier gewesen sind, Thälmannpioniere werden. Sie mußten dazu das Gelöbnis ablegen: "Ernst Thälmann ist mein Vorbild. Ich gelobe, zu lernen, zu arbeiten und zu kämpfen, wie es Ernst Thälmann lehrt. Ich will nach den Gesetzen der Thälmannpioniere handeln. Getreu unserem Gruß bin ich für Frieden und Sozialismus immer bereit."

Die Gesetze der Thälmannpioniere lauteten:

Die Thälmannpioniergruppen (Schulklassen) wählten jeweils einen Gruppenrat.

Publikationen

Eigens für die Pioniere gab es zwei Zeitschriften, die "ABC-Zeitung" (monatlich) für Jungpioniere und die "Trommel" (wöchentlich) für Thälmannpioniere. Der Verlag "Junge Welt" gab zusätzlich auch noch die Zeitschriften "Fröhlich sein und singen" (Frösi), "Atze", "Mosaik", "technikus" und "Plomjo" (Zeitschrift für die sorbischen Kinder) heraus.


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